Susanne von Rotberg 
 
 

Spielzeug für 

linkshändige 

Kinder


 
 
 

Dieser Artikel basiert auf einer wissenschaftlicher Hausarbeit, die im Rahmen der Zusatzqualifikation zum/zur Linkshänder-BeraterIn nach Methodik Dr. Johanna Barbara Sattler, im Januar 2001 erstellt wurde. Der Artikel wurde für diese Veröffentlichung geringfügig überarbeitet.
 
 

Spielzeug für Linkshänder?

Es gibt inzwischen einige Produkte die speziell für Linkshänder entwickelt, bzw. an den linkshändigen Gebrauch angepasst wurden. Kartoffelschäler, Besteck, Heckenscheren und ähnliches sind im gut sortierten Fachhandel oder speziellen Versandhandel zu bekommen. Auch für linkshändige Kinder gibt es eine ganze Produktpalette. Besonders abgedeckt ist der pädagogische Bereich mit Scheren, Schreiblernhilfen, Anspitzer und methodischen Hilfestellungen für den Schreiblernprozess.
 
 
 
Das, was den Kindern am nächsten ist, was ihrer "alltäglichen Arbeit" entspricht, ist das Spiel. Dieser Bereich ist bisher im Zusammenhang mit Linkshändigkeit völlig unberücksichtigt geblieben. Es ist aber eine pädagogische Notwendigkeit, Linkshändigkeit hier zu berücksichtigen, um linkshändige Kinder angemessen zu fördern und ihnen Spaß und Freude am Spielzeug zu erhalten. 

 
 
 

Die Bedeutung von Spielzeug

Ganz allgemein erwerben und vertiefen Kinder durch Spielen vom Kindergarten- bis zum Schulbesuch folgende Grundfertigkeiten: Aufmerksamkeit, genaues Beobachten, Ausdauer, Konzentration, Durchhaltevermögen, Feinmotorik. Erst mit diesen Fertigkeiten kann das Kind dann den Schulstoff erfassen und umsetzen.

Händigkeit spielt bei der Handhabung von Spielzeug eine entscheidende Rolle. Der Markt bietet jedoch überwiegend Spielzeuge an, deren Mechanik mit der rechten Hand betätigt wird, z.B. Kippmechanismus beim Muldenkipper, Drehkurbel beim Kran.

Im Allgemeinen werden Drehbewegungen von unten nach oben oder von der Körpermitte aus vom Körper weg ausgeführt. Diese Bewegungen sind ökonomisch, wenn Kraft und Geschicklichkeit in einem angemessenen Verhältnis zum Ergebnis stehen. Eine Kurbel für rechtshändigen Gebrauch gestattet Linkshändern, wenn die Kurbel mit der linken Hand zu betätigen ist, nur die entgegengesetzte Drehbewegung mit entsprechend ungünstiger Handkontrolle und reduzierter Geschicklichkeit. Dies lässt sich z.B. bei der linkshändigen Benutzung eines "normalen" Anspitzers beobachten: Häufig wird der Stift bei der Drehung nach innen leicht verkantet und die Miene bricht ab.

Es ist also festzustellen: "Geschicklichkeit ist keine eindimensionale Größe sondern besteht aus vielen ...Teilmaßen. Die wichtigsten sind Genauigkeit, Schnelligkeit, Lernfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, optische Wahrnehmung, Feinmotorik, taktile Empfindung, Reaktionszeit...".

Linkshändige Kinder führen also heutzutage in Spielsituationen häufiger unökonomischere Bewegungsabläufe durch als rechtshändige Kinder und haben so vergleichsweise weniger Gelegenheit, Bewegungen spontan, gemäß ihrem natürlichen Bewegungsablauf, zu erproben und zu automatisieren. Der Mangel an Übungsmöglichkeiten, die erlebten Misserfolge und die schlechte Ökonomie können

Letztere sind aber auch wichtig z.B. für eine gute Links-Rechts-Orientierung (Raumlage), die unter anderem eine wichtige

Voraussetzung für das Lesen, Schreiben und Rechnen ist.

Demnach kommt dem adäquaten Spielzeug nicht nur für rechtshändige Kinder sondern auch für linkshändige Kinder in ihrer Händigkeitsentfaltung sowie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung eine wesentliche Rolle zu. Wir brauchen also Spielzeug für Linkshänder!
 
 

Spielzeug für "Beidhänder"?

Im allgemeinen Sprachgebrauch denkt man bei dem Begriff "Beidhänder" an jemanden, der mit beiden Händen gleich geschickt ist. Neurophysiologisch - also vom Gehirn aus - betrachtet bedeutet Beidhändigkeit jedoch keine motorisch gut funktionierende Dominanz zu haben, folglich auch keine eindeutige Bevorzugung einer Hand.

Bei differenzierterer Betrachtung zeigt sich, dass es zwei Hauptgruppen an Beidhändern gibt: Die Betroffenen der einen Gruppe weisen einen wechselnden Handgebrauch je nach Tätigkeit auf. Sie greifen und würfeln z.B. mit links, schreiben aber mit rechts. Dieses Beispiel deutet auf einen umgeschulten Linkshänder hin, da die spontanen Tätigkeiten mit links erfolgen, die durch Erziehung und Nachahmung geprägten aber mit rechts.

Bei der anderen Betroffenengruppe weist eine uneindeutige Ausprägung der Händigkeit jedoch oft auf neurophysiologische Schwierigkeiten hin. In diesen Fällen liegen häufig Wahrnehmungs- oder Teilleistungstörungen vor.

Bei wechselndem Handgebrauch sollte deshalb immer ein Fachmann zur Händigkeitsbestimmung hinzugezogen werden.

Wenn also Beidhändigkeit kein erstrebenswertes Erziehungsziel ist, so ist die Bedeutung von händigkeitsneutralem Spielzeug noch einmal zu betonen, um die Führungshand von Kindern mit eindeutiger Händigkeit zu schulen und die Halte- bzw. Hilfshand adäquat miteinzubeziehen.

In Bezug auf Spielzeug müssen in diesem Zusammenhang folgende Fragen behandelt werden:

Für den letztgenannten Punkt spricht vieles, denn von einer gleichberechtigten Förderung und Entfaltung der /jeweiligen/ Händigkeit können wir nur unter Berücksichtigung der oben angeführten Fragen ausgehen. Aber Achtung: Wenn etwas für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet ist, dann haben wir ja etwas für "Beidhänder". Dieses Spielzeug bräuchte einen anderen Namen. Wissenschaftlich könnte man es so ausdrücken:

Handgeführtes Spielzeug für links- und rechtshändige Bedienung unter dem Gesichtspunkt der Wahlfreiheit im Gebrauch.

Einfacher ausgedrückt hieße das: Händigkeitsneutrales Spielzeug, das sowohl für links- als auch für rechtshändige Kinder geeignet ist.
 
 

Gütezeichen und Händigkeit

Alle Spielzeuge, die in Deutschland verkauft werden, müssen der speziellen Spielzeug-DIN- Norm EN 71 entsprechen und zusätzlich eine allgemeine CE, GS oder TÜV Kennzeichnung aufweisen.

Freiwillig ist die "Spiel gut" Kennzeichnung. Bei pädagogisch hochwertigem Spielzeug (z.B. mit "Spiel gut" Label) wird

vorrangig auf pädagogische Aspekte sowie auf Haltbarkeit, Sicherheit, Spielwert und hochwertiges Material geachtet.

Händigkeit spielt bei der Bewertung und Vergabe von Gütezeichen bisher keine Rolle.
 
 

Marktanalyse

Bei diversen Besuchen in Spielzeugwarenhäusern und nach Sichtung einschlägiger Kataloge (z.B. Wehrfritz, Initiative Kinder.Spiel oder "Spielen von A-Z" vom "Spiel gut" Ausschuss) zeigte sich, dass es eine Reihe von händigkeitsneutralen Spielzeugen gibt. Sobald ein Spielzeug jedoch spezifische Funktionen aufweist, lassen sich diese in der Regel nur im Sinne des optimalen Bewegungsablaufes mit der rechten Hand ausführen. Darüber hinaus besteht der Eindruck: je billiger das Spielzeug (Billigimporte aus Fernost) desto mehr ist der Handgebrauch auf die rechte Hand festgelegt.

Anhand einiger Beispiele soll diese Argumentation in den beiden folgenden Absätzen "Spielzeug im Baby und Kleinkindalter" und "Spielzeug im Vorschulalter: 3-6 Jahre" unterstrichen werden. Bücher und Gesellschaftsspiele sind in dieser Betrachtung ausgenommen. Die Auswahl der hier vorgestellten Spielzeuge ist zunächst beschränkt, sollte jedoch ausreichen, um das Thema verständlich zu machen; ein Teil dieser Spielzeuge ist in Kindergärten oder Horten vorhanden. Eine Analyse der Massenprodukte würde den Rahmen einer solchen Arbeit sprengen.
 
 

Spielzeug im Baby- und Kleinkindalter

Spielzeuge für das Baby- und Kleinkindalter sind fast immer händigkeitsneutral. Die ersten Greiflinge zum Fühlen, Tasten und Kuscheln sind häufig symmetrisch in der Anordnung bzw. so gestaltet, dass sie neutral in jeder Hand liegen. Eine Beeinflussung der Händigkeit kann hier z.B. nur durch die Plazierung der Gegenstände oder durch die Plazierung bei der Aufhängung im Kinderwagen oder Bettchen asymmetrisch zu einer Seite hin erfolgen.

Bei den ersten rhythmischen Instrumenten wie Knackvogel, Kastagnette, Trompete, Trommel, Musikkreisel, Blechtrommel oder Rassel kann ebenfalls mit der linken oder rechten Hand gleichberechtigt gearbeitet werden. Eine Musikdose mit Kurbel kann man zwar in beide Richtungen drehen, die Melodie erklingt aber bei einer Bewegung im Uhrzeigersinn (entspricht der Drehrichtung mit der rechten Hand) als absteigender Dreiklang (ding, dang, dung), bei entgegengesetzter Drehung (wie Linkshänder sie ausführen) als aufsteigender Dreiklang (dung, dang, ding). Die erste Version wird von sensiblen Kindern als angenehmer wahrgenommen, die andere wirkt etwas unharmonisch. Manche Kinder lieben Musik und haben ein feines Harmonieempfinden, wobei linkshändige Kinder hier wieder im Nachteil sind.

Erste Motorikspiele zum Stecken, Schieben, Führen, Binden und Ziehen sind händigkeitsneutral, ebenso Kugel- oder Multibahnen. Hier könnte der Handgebrauch durch die Art, wie die Bahn aufgebaut wird, beeinflusst werden.

Angelspiele lassen Links- und Rechtshändern ebenfalls freie Wahl beim Üben der Zielgenauigkeit und dem Drehbewegungsablauf der Handgelenke.

Die linkshändigen Puppenmütter und -väter, die sich ab dem Alter von zwei Jahren für das Thema Haushalt zu interessieren beginnen, sind wenigen Handgriffen ausgesetzt, die sich nur mit der rechten Hand ausführen lassen.

Puppenwagen, -bett und -schrank sowie die Puppen selbst bieten links- und rechtshändigen Kindern freien Handlungsspielraum. Dies gilt auch für Puppenhäuser und deren Einrichtungsgegenstände (z.B. von HABA).

Bei der Puppenkleidung sind allerdings die Knöpfe bzw. die heute gebräuchlicheren Klettverschlüsse auf die rechtshändige Handhabung ausgelegt.

Der Spielbereich "Einkaufsladen" ist im Grunde händigkeitsneutral. Allerdings sehen die Spielkassen durchweg eine rechtshändige Handhabung vor. Bei einigen Ausführungen gibt es sogar einen Kassenzettel zum Beschreiben. Dieser ist bei allen Exemplaren rechts von den Tasten angebracht und kann nur mit der rechten Hand "beschrieben" werden. Den Linkshändern wären die Tasten im Weg.

Einfache Puppenherde aus Holz lassen ebenfalls eine händigkeitsneutrale Handhabung zu. Die "Schalter" sind in beide Richtungen drehbar, die Backofentür geht bei hochwertigen Ausführungen in Holz in der Regel nach unten auf. Bei vergleichsweise billigeren Kunststoffausführungen (Küchencenter) lassen sich die Türen allerdings nur nach rechts öffnen.

Viele Spielzeuge, die auf die Nachahmung alltäglicher Tätigkeiten abzielen, sind häufig sehr vereinfacht ausgearbeitet und meistens in Bezug auf Händigkeit neutral: z.B. Bügeleisen und –bretter, Handfeger und Schaufeln. Allerdings ist der Wasserhahn an Spielspülen fast immer auf der rechten Seite angebracht, wobei die Drehrichtung zum "Wasser anmachen" häufig freibleibend ist. Viele andere Ausführungen haben - wie im richtigen Leben - den "Warmwasserregler" links, den "Kaltwasserregler" rechts.

Darüber hinaus lässt sich feststellen:

Je "echter" das Spielzeug den realen Gegebenheiten der Erwachsenenwelt nachempfunden ist, umso mehr Einschränkungen bestehen in Bezug auf die Wahlfreiheit im Gebrauch der Hand und desto größer ist die Verschiebung aufgrund der Funktionen zugunsten der rechten Hand. Spielzeug im Vorschulalter: 3-6 Jahre

Viele Spielzeuge können im Alter von zwei Jahren schon bespielt werden. Durch Erweiterungskästen können einige Spielzeuge durchaus bis zum Schulanfang oder sogar darüber hinaus noch interessant sein.

Eine Holzeisenbahn (z.B. Brio, Eichhörnchen, Mecki) kann man aufbauen wie man will, Gleise, Loks und Anhänger sind vollkommen neutral gestaltet. Erweitern lassen sich solche Anlagen durch Kräne, Schiffe, Verladerampen. Türen oder Kurbeln an solchen Zusatzteilen sind durchweg für den rechtshändigen Gebrauch ausgelegt, d.h. Türen werden nach rechts geöffnet. Kurbeln (z.B. Brio-Kran) werden so angebracht, dass sie selbstverständlich besser mit rechts bedient werden können, wobei die Drehrichtung nicht festgelegt ist

Bauklötze, Baukastensysteme für die verschiedenen Altersstufen und sogar Lego (einschließlich der Baby- und Kleinkindserie Primo und Duplo) sind händigkeitsneutral. Jedoch lassen sich manche Ergänzungselemente, wie z.B. einflügelige Türen immer nur nach rechts öffnen und Linkshänder befinden sich mit diesen Teilen etwas im Nachteil.

Malen an Kindertafeln ist unproblematisch für Links- und Rechtshänder. Das ändert sich bei den beliebten sogenannten "Zaubertafeln" (ca. 40 X 30 cm groß, z.B. von Fisher Price) auf denen Kinder gern auf längeren Autofahrten malen. Damit der "Malstift" nicht verloren geht, ist dieser mit einer Schnur in der rechten oberen Ecke befestigt. Beim Malen mit der linken Hand gibt es folgende Probleme:

Lösungsmöglichkeit: Schnur am unteren Rand mittig anbringen.

Der Riegel mit dem das Gemalte "weggezaubert" wird, ist häufig am unteren Rand angebracht und kann von links nach rechts und zurück in die Ausgangsposition oder umgekehrt "zaubern".

Deutlich wird die Händigkeitsproblematik an Spielzeugen mit Kurbeln oder Hebeln oder Arretiervorrichtungen, besonders an Fahrzeugen.
 
 
 
Einfache Fahrzeuge für Kleinkinder bzw. Matchboxautos sind neutral. Sobald die Fahrzeuge jedoch spezielle Funktionen erfüllen, ist jede Drehkurbel an Feuerwehr, Baukran, Seilbahn oder Förderband für die rechte Hand gemacht. Das gilt in den meisten Fällen auch für Hebel, z.B. an Kipplastern.

Die Firma "Fagus" hat im Bereich Holzfahrzeuge vermutlich den größten Marktanteil, auch als Kindergartenausstatter. Alle Bedienungselemente der Fahrzeuge dieser Firma sind ausschließlich mit der rechten Hand zu bedienen. Einzig deren Basismodelle wie Traktor und Kipplaster, sind für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet.
 
 

Händigkeitsneutales Spielzeug

Kriterien für eine händigkeitsneutrale Spielzeugversion:

Im Bereich der Fahrzeuge gibt es ein händigkeitsneutrales Konzept der Firma nic für die Altersgruppe 1 bis 10 Jahre. Alle Kurbeln, Aufzieh- und Drehvorrichtungen am sogenannten Creamobil sind beidseitig vorhanden, Lenk- und Schiebevorrichtungen sind mittig angebracht. Einzig beim CombiCar (ein Fahrzeug zum Draufsitzen) ist die Steckverbindung einseitig gesichert - zum Vorteil der Linkshänder. Funktionale, pädagogische und ästhetische Aspekte sind in der gesamten Produktpalette vollendet berücksichtigt.
 
 
 
Die Produkte werden allerdings nicht unter dem Aspekt händigkeitsneutral vertrieben. Obwohl z.B. der Gabelstapler dieser Firma 1998 den 1. Platz im Deutschen Design-Preis Holzspielzeug gewonnen hat, fehlt auch hier bisher der Hinweis "für Links- und Rechtshänder geeignet".

 

Fazit und Utopia

Es zeigte sich, dass es eine Reihe von pädagogisch sinnvollem und hochwertigem Spielzeug gibt, welches für linkshändige Kinder keine Behinderung beim Gebrauch der linken Hand darstellt. Des weiteren gibt es einen kleinen Bereich mit geringer Beeinträchtigung beim linkshändigen Gebrauch, insbesondere Verschlüsse an Puppenkleidern, Türen (Lego/Duplo; Küchencenter).

Jedoch muss festgehalten werden, dass Spielzeuge mit spezifischen Funktionen grundsätzlich nur für Rechtshänder entwickeltwurden und für Linkshänder eine oft frustrierende Einschränkung darstellen. Diese wird vermutlich von den Kinder weder bewusst wahrgenommen, noch kann sie von den Kindern verbalisiert werden.

Lobenswert ist die Produktpalette der Firma nic. Leider fehlt hier der Hinweis auf den Spielwert für linkshändige Kinder und den Aspekt der Förderung von linkshändigen Kinder. Dieses ist als Zeichen für das mangelnde Problembewusstsein in Hinblick auf die Problemlage der linkshändigen Kindern zu bewerten und gilt für die gesamte Spielwarenbranche. Dennoch zeigt die Produktpalette von nic, dass die händigkeitsneutrale Herstellung von Spielzeug möglich ist, ohne dass es zu Einbußen im Spielwert und in der Funktionalität kommt.

Wenn eines Tages alle Spielzeuge für Links- und Rechtshänder gleichermaßen handhabbar sind, braucht es sicher keine spezielle Beratung mehr beim Verkauf. Solange das nicht gewährleistet ist, sollte Spielzeug so gekennzeichnet werden, dass für die Kunden erkennbar ist, ob dieses Spielzeug für Linkshänder geeignet ist. Darüber hinaus wäre es wünschenswert wenn das Fachpersonal insofern geschult ist, dass grundlegende Informationen zum Thema Linkshändigkeit in einem einfachen Beratungsgespräch weitergegeben werden und im Bedarfsfall entsprechende Beratungsstellen genannt werden können.

Damit Utopia Realität werden kann, sollten sich nicht nur Hersteller von Spielzeug sondern auch die Designer zukünftig mit dem Thema Händigkeit beschäftigen. Die jährliche Prämierung von Linkshändigkeitsneutralem Spielzeug durch fachlich qualifizierte LinkshänderberaterInnen soll einen weiteren Beitrag dazu leisten. Das Ergebnis der ersten Spielzeugprämierung wird am 13. August 2002 veröffentlicht.

Bremen, im Oktober 2001
 
 

© Copyright: Susanne von Rotberg, Dipl.-Sozialpädagogin, zertifizierte Linkshänder-Beraterin nach Methodik Dr. Johanna Barbara Sattler, Bremen
Erste deutsche Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder, Sendlinger Str. 17, 80331, München, Tel. / Fax: +49 / 89 / 26 86 14
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